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Auf halber Höhe zu Burg Stahleck liegt mitten im Wald ein Turm. Um seinen Namen rankt sich eine tragische Geschichte: Einst verliebte sich der junge Prinz Albert von der Burg Stahleck in Mathilde, eine bürgerliche Winzertochter aus der Stadt. Beide wussten, dass ihre Liebe nicht erlaubt war und deshalb trafen sie sich heimlich in dunklen Nächten in dem Turm, der zwischen der „Burg der Adligen“ und der „Stadt der Bürgerlichen“ liegt. Irgendjemand muss sie allerdings verraten haben, denn in einer dieser Nächte zogen von der Stadt Soldaten herauf, um die beiden festzunehmen. Um dieser Schande zu entgehen und nicht für immer getrennt zu werden, sprangen sie von den Zinnen herab in den Tod. Seit diesem Tag wird er nur der „Liebesturm“ genannt.
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Urkundlich erwähnt wurde die Burg Stahleck erstmals 1135, sie war aber nachweislich schon vorher bewohnt. Heute beherbergt sie eine der bekanntesten Jugendherbergen in Europa, von der man einen fantastischen Ausblick auf Bacharach und das Rheintal hat. Besichtigen kann man den Burghof und Teile der Befestigungsanlage. Geschichtliche Bedeutung erhielt sie im Jahr 1194, als Agnes von Stahleck aus dem Fürstenhaus der Hohenstaufer hier mit Heinrich dem Welfen vermählt wurde. Diese Hochzeit beendete die Feindschaft der beiden Fürstenhäuser, die jahrelang Krieg gegeneinander geführt hatten.
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