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Zwischen 1870 und 1888 – bis zum Tode von Wilhelm I., der hier regelmäßig kurte – durfte sich Bad Ems Kaiserbad nennen. Während seiner Badeaufenthalte bewohnte der preußische Herrscher einen Flügel des schlossartigen Kurhauses, in dem heute u. a. „Häcker’s Kurhotel“ und das Ayurveda-Gesundheitszentrum untergebracht sind. Das Zentrum bildet die Brunnenhalle, in der die Lieblingsquelle des Kaisers entspringt: das „Emser Kränchen“. Dessen gutes Wasser wurde so sehr geschätzt, dass um 1900 jährlich über zwei Millionen Liter „Emser Kränchen“ in Tonkrüge abgefült und verschickt wurden. Die Krüge, die später durch Glasflaschen ersetzt wurden, kann man heute im Kur- und Stadtmuseum besichtigen. Das Besondere am Emser Wasser ist das darin enthaltene „Natürliche Emser Salz“. Bis Mitte des 19. Jh. konnte man dieses, um seine Atemwege zu heilen, nur trinken oder darin baden. Das änderte sich jedoch, als der Bad Emser Kurarzt Dr. Ludwig Spengler, der Apotheker August Weber und der Hausverwalter Georg Hasslacher 1858 gemeinsam ein Verfahren entwickelten, mit dem das Thermalwasser verdampft und das salzhaltige Resultat in Pastillenform gepresst werden konnten. So konnte schon bald jedermann in den Genuss der wohltuenden Heilkraft der „Emser Pastille“ kommen, die auch heute noch ein Klassiker unter den Halsschmerz-Tabletten ist.
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Das Kur- und Stadtmuseum der Stadt Bad Ems zeigt bei freiem Eintritt einen Querschnitt durch die Geschichte und Kultur von Bad Ems. Neben der Ur- und Frühgeschichte mitsamt der Römerzeit, der Geschichte der Kur und ihrer berühmten Gäste, geht es um die Nutzung des Emser Wassers sowie um den Bergbau.
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