Die Emser Depesche
„Im Herzen des Flüssedreiecks Rhein, Mosel und Lahn erstreckt sich eine der schönsten Urlaubs- und Ferienregionen Deutschlands: das Lahntal. Und inmitten dieser Landschaftspoesie liegt der traditionsreiche Kurort Bad Ems. Er gehört zu den ältesten Badeorten in Europa und gilt heute als idealer Standort für Fitness- und Vitalitätstraining sowie für Privatkuren mit ambulanten Heilbehandlungen.“ Diese Nachricht ist der Informationsbroschüre des Heilbades Bad Ems entnommen, und sie ist – darauf sei an dieser Stelle in aller diplomatischen Form hingewiesen – ungekürzt! Denn wer weiß, welche weltpolitischen Auswirkungen es diesmal zur Folge hätte, wenn erneut eine Nachricht aus Bad Ems verkürzt wiedergegeben würde? Dabei hat alles, was den Beinamen „Emser“ trägt, im Grunde nur Gutes zur Folge, insbesondere für die Gesundheit. Vor allem das Emser Salz bzw. die „Emser Pillen“ und das „Emser Kränchen“ haben den weit verbreiteten, guten Ruf der Stadt als Heilbad für Katarrh und Asthma begründet. Darüber hinaus haben die einzigartigen und erholsamen Kur-, Freizeit- und Wellnessangebote das geschichtsträchtige und idyllische Heilbad an der Lahn so bekannt gemacht, dass man einen Aufenthalt hier kurz gefasst auch einfach nur mit „Emsen“ bezeichnen könnte. Eine Nachricht aus Bad Ems hatte jedoch keine guten Folgen: Sie führte 1870 zum Deutsch-Französischen Krieg und ist in die Weltgeschichte als „Emser Depesche“ eingegangen. Wie es dazu gekommen ist, wird im Folgenden berichtet.
| Bad Ems - Touristisch
Gesundheit und Wellness werden in Bad Ems ganz groß geschrieben. Bereits im 14. Jahrhundert kamen Adelsfamilien aus ganz Europa in den Ort um die heilende Wirkung der heißen Quellen zu nutzen. Später folgten Kaiser und Könige. Aus dieser Zeit stammen die vielen herrlichen Bauwerke wie das barocke Kurhaus mit Brunnenhalle, Kurssal, Kurtheater und der Marmorsaal, in dem viele kulturelle Events stattfinden.
Heute kuren die Gäste in den zahlreichen Kureinrichtungen wie dem Thermalbad und können den Luxus von Saunalandschaften genießen.
Erholung einer anderen Art bieten das Spielcasino, Deutschlands älteste konzessionierte Spielbank, oder Schloss Balmoral, eine Mischung aus Villa und weißer Ritterburg, wo heute Künstler ein und ausgehen, wie einst Richard Wagner.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Bergbaumuseum, eines der eindrucksvollsten Industriedenkmäler in Rheinland-Pfalz, die historischen Hotelbauten der Römerstraße und die vier herrlichen Kirchen von Bad Ems.
Eingebettet in das Lahntal zwischen Taunus und Westerwald lädt die Natur rund um Bad Ems zu ausgedehnten Wanderungen ein. Hierzu bietet sich der Lahnhöhenweg oder eine Fahrt mit der Kurwaldbahn hinauf zum Bismarckturm an.
Neben den regelmäßig stattfindenden Kurkonzerten lohnt sich ein Besuch des einzigartigen Brückenfestivals mit dem Drachenboot Wettkampf.
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