Rheinischer Sagenweg | Stationen | Bad Hönningen




Das Begleitbuch zum Rheinischen Sagenweg
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Hohes Haus

Mönchhof

Abendstimmung am Rhein

Burg Ariendorf

Die "Zerstörung" von Schloss Arenfels

Romantisch und verwunschen, eingebettet in Weinbergen liegt Schloss Arenfels, hinter dessen imposanter Fassade sich eine bewegte, Jahrhunderte währende Geschichte verbirgt.

Das Schloss hat im Laufe seiner 750jährigen Geschichte so manchen Sturm erlebt. Auch der letzte Weltkrieg ging nicht spurlos an ihm vorüber. Vom Oktober 1944 bis Kriegsende war es Ausweichbüro der Köln-Düsseldorfer Rheinschiff- fahrtsgesellschaft, und man bemühte sich von hier den Fahrbetrieb der letzten Rhein-Dampfer aufrecht zu erhalten.

Und mit Köln, wo die KD heute ihren Haupsitz hat, verbindet Schloss Arenfels noch eine andere interessante Gemeinsamkeit. So war es der Dombaumeister Friedrich Zwirner, der von 1842 bis zu seinem Tod 1861 für den Bau des Kölner Doms verantwortlich war, der hier auf Arenfels Großes vorhatte. Getragen war er vom Zeitgeist und dem Willen, „Monumentales“ im Rheinland zu schaffen – so zählten zu seinen Baukünsten auch die Wiedererrichtung des Rolands- bogens und der Bau der Apollinariskirche in Remagen.

Jedoch war das Werk von Zwirner nicht im Sinne des Bauherrn Graf Westerholt, der eigentlich nur die Wiederherstellung des Schlosses wünschte, an dem der Zahn der Zeit genagt hatte. Es waren jedoch nicht nur die Baukosten, statt den veranschlagten 30.000 Taler wurden es am Schluss 135.000 Taler, was den Grafen grämte. Für ihn war ein wunderbares, harmonisches Bauwerk verloren gegangen, was er mit mit dem Ausspruch quittierte: „Um das unwiederbringlich zerstörte Renaissanceschloss wird es schade sein! Nur dass viele Kunst-Banausen das Schloss schön finden, gibt mir etwas Trost.“

Aber machen Sie, liebe Freunde des Rheinischen Sagenweges sich doch selber ein Bild davon, ob Sie die Meinung des Grafen teilen würden!

Der kleine Bade- und Weinort am Mittelrhein zwischen Bonn und Koblenz wird geprägt durch seine sonnigen Weinberge, die ausgedehnten Wälder und das Heilwasser der Thermalquellen. Hier findet der Besucher alles, was er sich für einen erholsamen Urlaub oder auch nur für einen Tagesausflug wünscht.

Die schmucken Fachwerkhäuser und romantischen Gassen und das kleine Heimatmuseumim im "Hohen Haus", das ältestes Haus in der Stadt, mit vielen liebevoll gesammelten Raritäten aus der Vergangenheit, geben Zeugnis aus vergangener Zeit. Historische Gebäude, wie der Mönchhof, erbaut im Jahr 1209, der Tempelhof aber vor allem das malerische Schloß Arenfels – wie aus dem Bilderbuch der deutschen Sagen- und Märchenwelt auf der halben Höhe des Berges gelegen – lassen noch erahnen, wie es sich in dem kleinen Ort vor Jahrhunderten lebte.

Im Jahre 1019 wird Hönningen erstmals urkundlich erwähnt. 1897 wurde die Mineralquelle Arienheller entdeckt und begründete damit auch die Bedeutung von Bad Hönningen als Kurort, im Besonderen für Rheuma, Herz- und Kreislauferkrankungen. Die Therme von Bad Hönningen, wunderschön direkt am Rhein gelegen, bietet Erholung in zwei Innen- und einem Außenbecken, einem Thermalbad bis 43° C und einer Saunalandschaft.

Der "Hönninger Schlossberg" ist mit neun Hektar die größte zusammenhängende Weinbergs- anlage am Mittelrhein. Seit Jahrhunderten sorgen die guten Böden und die süd-südöstliche Lage für Qualitätsweine. Es ist daher nicht verwunderlich, dass das Stadtwappen Bad Hönningens mit einer Burgunderrebe verziert ist, da der Hönninger Wein schon im Mittelalter weit verbreitet war.



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