Rheinischer Sagenweg | Stationen | Bad Münster am Stein - Ebernburg




Das Begleitbuch zum Rheinischen Sagenweg
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Übersichtskarte und Routenbeschreibung

Ein Kuss für die Sinne - Verkehrsverein Rheingrafenstein

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Die Ebernburg

Rheingrafenstein

Poulliy-Brücke und Wehr-Stadt

Rotenfels

Die Sage vom Rheingrafenstein

Als der Ort erstmals um 1200 urkundlich erwähnt wird, hat das Wahrzeichen der Stadt, der Rheingrafenstein, schon eine ca. 150-jährige Geschichte hinter sich. Auf ihm wurde um das Jahr 1050 eine Burg erbaut, ihre Besitzer nannten sich "Herren vom Stein". Der Sage nach soll der Teufel die Burg in nur einer Nacht erbaut haben und forderte als Lohn die Seele dessen, der zuerst aus einem Fenster der Burg herausschaute. Der Teufel, sich seiner Sache sicher, der Burgkaplan würde dies zuerst tun, hatte nicht mit der List und Tücke der Frau des Grafen gerechnet. Sie verkleidete einen Esel, ließ ihn aus dem Fenster schauen und so bekam der Teufel den Esel und nicht den Kaplan. Ausser sich vor Wut zog er davon und wurde nie mehr gesehen. Die Burg fungierte überwiegend als Raubritternest und wurde 1688 von den Franzosen gesprengt.

Die Ebernburg, eine der vielen anderen Sehenswürdigkeiten der Stadt, gab dem Stadtteil, der unterhalb der Burg liegt, ihren Namen. Sie soll im 11. Jahrhundert von den Saliern erbaut worden sein und ihren Namen bekam sie der Sage nach tatsächlich von einem Eber. Dieser spielte nämlich die Hauptrolle bei einer Belagerung, bei der man versuchte, die Burgbewohner auszuhungern, um so die Burg einzunehmen. Als die Vorräte tatsächlich zur Neige gingen, kam der Burgherr auf eine geniale Idee. Er ließ vierzehn Tage lang jeden Tag aufs neue den einzigen Eber auf den Burghof zerren und ihn auf den Rücken werfen, so als ob er geschlachtet würde, tat dies jedoch nicht. Der Eber schrie in Todesangst so laut er konnte und die Belagerer dachten, es werde jeden Tag ein Eber geschlachtet. Im Glauben, die Burgbewohner hätten Fleisch im Überfluß, zogen die Belagerer schließlich ab und die Burg war gerettet. Zu Ehren des Ebers hieß die Burg von da an Ebernburg.

In einem der landschaftlich reizvollsten Teile des Nahelandes liegt die Wohlfühlregion Rheingrafenstein. Touristischer Mittelpunkt ist das anerkannte Radon-Heilbad Bad Münster am Stein-Ebernburg, das darüber hinaus auch das Prädikat Heilklimatischer Kurort trägt. Dieser Kurort mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten und angrenzenden idyllischen Ortsgemeinden sowie die relativ dünn besiedelte Region um Rheingrafenstein sogen dafür, dass sich der Gast hier wohlfühlt und erholen kann.

Farbenfrohe Wälder und sonnengesegnete Weinberge prägen hier vor allem das Landschaftsbild. Besonders stolz ist man hier auf die drei Naturschutzgebiete Gans, Rotenfels und Lemberg, wo sich mit etwas Geduld noch seltene - in Deutschland teilweise einmalige - Tiere und Pflanzen entdecken lassen. Im Inneren des Lembergs weisen zahlreiche Stollen und Schächte auf einen ausgedehnten Bergbau hin. Zu einem dieser Stollen gehört das ehemalige Quecksilberbergwerk „Schmittenstollen“, das als einziges seiner Art im westeuropäischen Raum für Besucher geöffnet wurde.

Eine Fülle von Wanderwegen führt vorbei an sagenhaften Burgen, so z.B. der Ruine Rheingrafenstein und der Ebernburg, der Altenbaumburg in Altenbamberg oder der Ruine Montfort in Hallgarten. Nach dem Kulturellen kommt auch das Kulinarische nicht zu kurz: In allen Ortsgemeinden finden sich die regionaltypischen und urigen Straußwirtschaften, die auf ein „Remischen“ Nahewein und zum Verweilen einladen.

Aber nicht nur der Genießer, sondern auch die Aktiven kommen auf ihre Kosten. Golfer finden hier einen der attraktivsten Golfplätze Deutschlands, eingebettet in eine herrliche Naturlandschaft mit einmaliger Kulisse. Und für Radfahrer sind die landschaflich wunderschön eigebetteten Radwege ein wahres Eldorado.



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