Die Sprengung der Godesburg oder warum das Rheinland katholisch ist
Das 16. Jahrhundert war geprägt durch gewaltige politische und religiöse Umwälzungen. Die Auswirkungen der Reformation und die Machtkämpfe der weltlichen und geistlichen Herrn gingen auch an Bonn und seinem heutigen Stadtteil Bad Godesberg nicht vorbei. Ein für das katholische Rheinland entschei- dendes Ereignis war der „Kölner Krieg“. Dabei stand im Jahr 1583 die Godesburg im Brennpunkt des weltpolitischen Zeit- geschehens und ihre Zerstörung wurde dabei zur entscheidenden Wende in diesem Krieg.
Auslöser war der Kölner Erzbischofs Gebhard Truchseß von Waldenburg, der sich weigerte, sein Amt niederzulegen, obwohl er heiratete und zum Protestantismus übertrat – auch nachdem er durch Papst Gregor XIII abgesetzt wurde. Da dies den politischen Einfluss der Katholiken zu Gunsten der Protestanten entscheidend verändert hätte, musste dies unweigerlich zum Krieg führen - und somit letztlich auch zur Sprengung der uneinnehmbaren Festung Godesburg. Dazu wurden Höhlen unter die Burg gegraben, in die Pulverfässer gebracht wurden. Als man diese dann zündete, wurden Teile des Hügels, auf dem die Burg stand, mitsamt einem Teil der Burg weggesprengt - für die damalige Zeit eine neuartige Methode der Kriegsführung.
Derart beeindruckt, haben sich kurze Zeit später auch die Bonner kampflos ergeben. | | Die Stadt mit ihrer mehr als 2000-jährigen Geschichte hat viele Gesichter.
Klassik und Moderne, rheinische Gemütlichkeit und internationale Kompetenz – sind die Gegensätze, die die Attraktivität der ehemaligen Bundes- hauptstadt ausmachen.
Und mit Bad Godesberg hat Bonn einen romantischen und reizvollen Stadtteil mit bedeutender Geschichte, voller Sehenswürdigkeiten, schöner Villengegenden und erholsamen Parkanlagen.
Die Museumsmeile mit dem Haus der Geschichte, der Bundeskunsthalle, dem Kunstmuseum Bonn, dem Deutschen Museum sowie dem Museum Alexander Koenig, der neu geschaffene „Weg der Demokratie“, das Rheinische Landesmuseum, das Geburtshaus von Ludwig van Beethoven, Burgen und Schlösser und die erholsamen Rheinauen sind nur einige der zahlreichen touristischen Attraktionen, wofür man sich mehrere Tage Zeit lassen sollte.
Und Abends kann der Besucher Bonn und Bad Godesberg in reizvollen Biergärten, historischen Gaststätten (wie z. B. auf der Godesburg und „Zur Lindenwirtin Aennchen“) oder bei dem reichhaltigen kulturellen Angebot genießen. | |