Rheinischer Sagenweg | Stationen | Boppard




Das Begleitbuch zum Rheinischen Sagenweg
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Übersichtskarte und Routenbeschreibung

Rhein-Touristik "Im Tal der Loreley"

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Vierseenblick

Römerkastell

Bad Salzig

Fußgängerzone in Boppard

Golferparadies Jakobsberg

Rhein in Flammen

Ein Märchen geht um die Welt

„Ein Märchen aus alten Zeiten kommt mir nicht aus dem Sinn“ sind die Worte Heinrich Heines über die Jungfrau vom nahegelegenen Felsen. Und im Mittelrheintal hat sich Brentano zu seinen Rheinmärchen inspirieren lassen. All dies hat letztlich mit dazu beigetragen, dass das wunderschöne und romantische Mittelrheintal mit seinen Sagen und Märchen zum Weltkulturerbe erklärt wurde.

Es müssen die starken Gefühle gewesen sein, denen sich kein Rheinreisender im Mittelrheintal entziehen konnte und die hier auch den Komponist Engelbert Humperdinck inspiriert haben, als er in seiner glücklichsten Schaffensperiode die Märchen-oper „Königskinder“ erschuf. „Sein Schlösschen“, das „Humperdinck Schlösschen“ in Boppard, wurde zu seinem Refugium und die Märchenoper, die im Dezember 1910 an der Metropolitan Oper in New York uraufgeführt wurde, zu einem großartigen Welterfolg.

Nachdem Humperdinck zwei Jahre für Wagner in Bayreuth gearbeitet hatte, wobei er auch dessen Kinder betreute, nachdem er in Frankreich, Spanien, Köln, Barcelona und Frankfurt gearbeitet hatte, kaufte er sich 1895 in Boppard ein Schlösschen. Haus und Garten gestaltete er nach seinem Geschmack und lebte hier von 1897 bis 1901. Möglich war ihm das aufgrund des Reichtums, den er durch seinen ersten Welterfolg, der Komposition seiner Märchenoper „Hänsel und Gretel“ 1893 erworben hatte. Hier in Boppard erfüllte sich Humperdinck den Wunschtraum eines jeden freischaffenden Künstlers, an einem schönen Ort zu leben und sich seinen Schöpfungen und Neigungen zu widmen.

Und mit den Schichtholzstühlen des Tischlers Michael Thonet sowie dem Mediziner Dr. Heinz Maurer, der die Bedeutung von Reinigungsprodukten für die Haut mit einem ph-Wert von 5,5 erkannte, enstanden hier in Boppard bis heute "märchenhafte" Welterfolge, die um die ganze Welt gingen.

Boppard ist eine Stadt der Superlative. Es liegt an der größten Rheinschleife von Europas meist besuchtem Strom. Die besonders sonnigen Lagen der Weinberge im Bopparder Hamm bezeugen die Smaragdeidechsen, die neben dem Mittelmeerraum in Deutschland in größerer Anzahl nur am Kaiserstuhl und hier zu Hause sind. Die einzigartige Iberis Boppardensis, eine die Sonne liebende Blume, ist nur hier zu finden. Im Stadtteil Bad Salzig sprudelt die glaubersalzhaltige Leonoren- quelle, die dem Ort im 20. Jahrhundert die Bezeichnung "Karlsbad am Rhein" einbrachte. Und Boppard hat die steilste Normal-Eisenbahnstrecke Deutschlands, vormals eine Zahnradbahn. Die unter Denkmalschutz stehende Hunsrückbahn verbindet bei einem Höhenunterschied von 350 Metern, 5 Tunneln und 2 großen Viadukten durch den naturbelassenen und mehr als 3.000 ha großen Stadtwald die Stadtteile Boppard und Buchholz unmittelbar an der Autobahnausfahrt Boppard, der linksrheinischen A 61.

Viele kennen die Stadt an der A 61, wenn sie auf ihrer Fahrt in den Süden oder Norden an den Autobahnausfahrtschildern an ihr vorbeifahren. Aber es lohnt sich, hier abzufahren und die Stadt mit ihren Zeugnissen einer 2.000 jährigen Geschichte zu erleben. Und sei es nur zu einer Rast in der historischen Altstadt mit ihrer langen autofreien Fußgängerzone oder zu einem Spaziergang an der romantischen Rheinuferfront mit ihren zahlreichen anspruchsvollen Hotels. Spätestens dann werden Sie wie die rund 1,2 Mio Gäste, die Boppard jedes Jahr besuchen, auf Ihrer nächsten Reise mehr Zeit einplanen. Denn von hier aus, dem zwischen Koblenz und Bingen zentral gelegenen Boppard, lässt sich das romantische Mittelrheintal wunderbar erschließen und hier kann man die Annehmlichkeiten dieser attraktiven Stadt „märchenhaft“ genießen.



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