Wie die Marksburg zu ihrem Namen kam
Über 40 mehr oder weniger gut erhaltene Burgen reihen sich im Weltkulturerbegebiet Mittelrheintal aneinander. Die allermeisten sind jedoch „Neubauten“ des 19. und 20. Jahrhunderts. Sie waren alle zu Ruinen geworden, entweder durch Zerstörung, vor allem durch die Schweden im 30-jährigen Krieg und die Truppen Ludwig XIV. im pfälzischen Erbfolgekrieg 1689, oder sie wurden einfach aufgegeben und dem anschließenden Verfall überlassen. Im 19. Jahrhundert, dem Zeitalter der Romantik, hat man dann viele Ruinen wieder aufgebaut. Nur ganz wenige Ausnahmen, wie z. B. Pfalzgrafenstein bei Kaub, hatten die Zeiten unbeschadet überdauert.
Die einzige Höhenburg, die glücklicherweise nie zerstört wurde, ist die Marksburg. Früher war es auch fast unmöglich auf den hohen Felskegel vorzudringen und die mittelalterliche Wehranlage einzunehmen. Heute führt eine schmale Straße fast bis vor die Tore der Marksburg und auch mit der Marksburgbahn ist diese „echte“ Ritterburg bequem zu erreichen.
Darüber, wie die Markburg zu ihrem Namen kam, rankt sich eine spannende Sage, in der der Burgkaplan, Bruder Markus, die wunderschöne Tochter des Erbauers der Marksburg vor der Hochzeit mit dem Teufel bewahrt. Ihm zu Ehren trägt die Burg heute seinen Namen.
Tatsächlich verdankt die Marksburg ihren Namen wohl dem Schutzpatron der 1437 eingeweiten spätromanischen Kapelle St. Markus.
Und auch heute noch erinnert in der Burg vieles an den Evangelisten. Vor allem in der Kapelle, wo alljährlich tausende Besucher die Bilder dieser Geschichte betrachten und die unbeschreibliche Aussicht von diesem mittelalterlichen Kleinod genießen. | | Schon von weitem sichtbar erhebt sie sich krönend über Braubach und sticht mit ihrem hellen Bergfried auf einem steilen Felsen über dem Rhein und dem hoch hinaufragenden Turm ins Auge – die um 1150 errichtete Marksburg, das imposante Wahrzeichen der Stadt. Nach einem Rundgang durch die Burganlage, bei der die Besucher tief ins Mittelalter eintauchen, kann man bei einer Rast in der Burgschenke den herrlichen Blick über das Rheintal genießen. Neben zahlreichen Sehenswürdigkeiten, u. a. den Kanonen, dem Kräutergarten, Burgküche, Rittersaal, Rüstkammer empfiehlt sich ein Besuch der Folterkammer mit ihrer Sammlung historischer Folter- und Strafinstumenten.
Am Südende der Stadt stehen die Reste der Phillipsburg. Landgraf Phillip der Zweite ließ sie ab 1567 als Witwensitz für seine Gemahlin bauen. Sehenswerte Fachwerkgiebel schmücken die Ruine deren Marstall heute als Wirtshaus dient.
Die älteste Kirche ist die St. Martinskirche, die dem Heiligen 1242 geweiht wurde und von einem uralten Friedhof umgeben ist. Auf halber Höhe zur Marksburg findet sich die Martinskapelle, die ebenso wie die Martinskirche einen wunderschönen Ausblick auf den Rhein bietet.
Die malerische Altstadt mit Resten der alten Stadtmauer und dem Obertor verleihen Braubach den reizvollen mittelalterlichen Charme. Im Ortskern steht eine große Anzahl an kunstvoll restaurierten Fachwerkhäusern aus dem 16.- 18. Jahrhundert. mit liebevoll bepflanzten Höfen. In einigen dieser Häuser befinden sich reizvolle Gaststätten, so auch im Eck-Fritz von 1597, schon damals als Bauernschenke erbaut, in deren Gaststube historische Fotos und Werkzeuge bestaunt werden und die Gastfreundlichkeit des Ortes genossen werden kann. | |