Rheinischer Sagenweg | Stationen | Geisenheim




Das Begleitbuch zum Rheinischen Sagenweg
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Übersichtskarte und Routenbeschreibung

Rheingau-Taunus Kultur und Tourismus GmbH

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Stadtwappen von Geisenheim

Rheingau Dom

Kloster Marienthal

Weinkeller Schloss Johannisberg


Gastronomie

Gutsschänke Schloss Johannisberg

Gutsschänke mit herrlicher Sonnenterrasse und neuem Sommergarten, mit dem vielleicht schönsten Blick über den Rheingau.


Gastronomie

Akzent Waldhotel Gietz

Rheingau-Wald-Hotel in idyllischer Lage in unmittelbarer Nähe zum Kloster Marienthal.

Die Entdeckung der Spätlese

„Mon dieu, wenn ich doch soviel Glauben in mir hätte, daß ich Berge versetzen könnte, der Johannisberg wäre just derjenige Berg, den ich mir überall nachkommen ließe." Kein geringerer als Heinrich Heine hat mit diesen Worten die Faszination des Berges beschrieben, der offensichtlich schon seit langen Zeiten unter den Literaten ein Stück Weinparadies gewesen ist.

Bereits Karl der Große erkannte früh, als er auf seiner Pfalz im gegenüberliegenden Ingelheim weilte, dass hier ein besonders guter Ort zum Anbau von Wein sein musste, weil hier früher als anderswo die Hänge frei von Schnee waren. Nach langer und wechselvoller Geschichte gelangte der Johannisberg letztlich in die Hände von Clemens Fürst von Metternich, dessen Nachfahren auch heute noch das Schloss verwalten.

Von ganz herausragender Bedeutung ist Schloss Johannisberg jedoch für die Entdeckung der Spätlese. 1775 war es, als ein reitender Kurier von Johannisberg aus die Erlaubnis zur Lese im fernen Kloster Fulda einholen musste, in dessem Besitz der Johannisberg zu der Zeit war. Der Fürstabt begutachtete die mitgebrachten Trauben und schickte den Mann mit seinem Segen zurück in die Heimat. In jenem Jahr nun verspätete sich der reitende Bote, über dessen Gründe es verschiedene Erzählungen gibt. Die Mönche hielten sich jedoch an die Vorschrift "ohne Erlaubnis keine Lese" und warteten ab. Als die Genehmigung endlich vorlag, waren die Trauben am Stock schon eingeschrumpelt und von einem Pilz befallen. Die Nachbarn schüttelten den Kopf über diese Eigensinnigkeit, scheinbar "faule" Trauben zu ernten. Aber auf Johannisberg wurde unverdrossen eingekeltert und bei der Jungweinverkostung am 10. April 1776 musste Verwalter Johann Michael Engert feststellen: "Solche Weine habe ich noch nicht in den Mund gebracht." Damit war die Spätlese entdeckt, der im Jahre 1787 auch die Entdeckung der Auslese folgte.

Geisenheim wurde bereits im Jahr 772 erstmals urkundlich erwähnt. Und seitdem wurde in dieser romantischen Stadt – die als Wein-, Schul-, Dom- und Lindenstadt bekannt ist – Geschichte geschrieben.

Zu Geisenheim gehören auch die ehemals selbstädigen Gemeinden und heutigen Stadtteile Johannisberg, Marienthal und Stephanshausen, die jeder für sich, seine ganz besonders herausragenden touristischen Hihglights zu bieten hat.

So führt ein Stadtrundgang in Geisenheim zum Rheingauer Dom, zur Geisenheimer Linde auf dem Marktplatz, einem rund 700 Jahre alten Natur- und Kulturdenkmal ersten Ranges und am Ortsausgang nach Rüdesheim zur Villa Monrepos, die mit ihren Obstanlagen den Grundstock für die heute weltbekannte Forschungsanstalt für Wein-, Obst und Gartenbau legte.

Über der Stadt thront der Johannisberg mit dem schon von weit her sichtbaren Schloss Johannisberg, Zentrum der Geschichte des Weinbaus. Auch den malerischen Ortskern des historischen Weinortes Johannisberg sollte der Besucher auf sich wirken lassen.

Und im Stadtteil und Wallfahrtsort Marienthal findet der Besucher geruhsame Erholung in gepflegten Gutsschänken und bei ausgedehnten Spaziergängen in den weiten, schattigen Wäldern und angenehm temperierten Wiesentälern.

Vor allem das weithin bekannte Wallfahrtskloster des Franziskanerordens hat – durch seine bereits im 14. Jahrhundert begründete Legende und Wunderchronik, die durch das Gnadenbild der schmerzhaften Muttergottes begründet sein soll – den Ort zu einer beliebten Pilgerstätte und Ausflugsort werden lassen.



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