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Das Begleitbuch zum Rheinischen Sagenweg
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Übersichtskarte und Routenbeschreibung

Bad Hönningen - Touristisch




Geschichtliches

1970 fand man in der Ariendorfer Kiesgrube Überreste einer aus Mammutrippen gebauten Behausung, die als die älteste in Europa gilt. Dieser Fund belegt, dass das heutige Stadtgebiet schon in der Steinzeit besiedelt war. Auch die Kelten haben hier gelebt, ebenso wie später die Römer, die in unmittelbarer Nähe Ende des 1 Jh. n. Chr. mit dem Bau des Limes, der Grenzanlage, begannen. Besondere Bedeutung kommt dabei Rheinbrohl zu (neben Bad Hönningen, Leutesdorf und Hammerstein der vierte Ortsteil der Verbandsgemeinde Bad Hönningen), denn hier befindet sich auf der rechten Rheinseite der Beginn des Limes (seit 2005 UNESCO-Welterbe) mit dem aus römischen Bruchsteinen rekonstruierten Wachturm Nummer I. Alljährlich zu Himmelfahrt wird der Limes-Wandertag veranstaltet, an dem Wanderführer über den Limes, dessen historischer Verlauf in der Landschaft noch zu erkennen ist, informieren. Um 800 wurde der Ort „Hohingen“ bereits auf einer Karte bezeichnet, urkundlich jedoch erstmals im Jahr 1019 erwähnt. 1894 erfolgte die Erstbohrung von Kohlensäure, wodurch der Grundstein für die chemische Industrie gelegt wurde, die die Entwicklung des Ortes entscheidend beeinflusste. Im Jahr darauf wurde das erste Badehaus gebaut, und Bad Hönningen entwickelte sich zum Kurort. Aber erst 1950 bekam die Gemeinde den Titel „Bad“ verliehen und wurde 1969 bei der 950- Jahr- Feier zur Stadt erhoben.

 

zur Chronik von Bad Hönningen




Sehenswertes

Die schmucken Fachwerkhäuser und romantischen Gassen der Stadt legen ebenso Zeugnis von vergangenen Zeiten ab wie einige bemerkenswerte Sehenswürdigkeiten. Dazu zählen historische Gebäude wie das 1438 erbaute Hohe Haus, das älteste Haus der Stadt, das heute das Heimatmuseum beherbergt, der im Jahr 1209 erbaute Mönchhof und der Schafstall, eine alte Ansiedlung für die Hofleute der Arenfelser Schlossherrschaft mit dem in der zweiten Hälfte des 18. Jh. errichteten Fachwerkhaus. Und wie im Bilderbuch deutscher Märchen- und Sagenwelten thront über Bad Hönningen malerisch Schloss Arenfels, über das in diesem Kapitel ja bereits ausführlich berichtet wurde. Ebenfalls von Ernst Friedrich Zwirner wurde die Burg Ariendorf im neugotischen Baustil errichtet, an deren Stelle ursprünglich ein mittelalterliches Hofhaus stand. Im Herzen von Bad Hönningen liegt die Schmiedgasse, bekannt auch als größte Erlebnisgasse am Rhein. Dicht nebeneinander befinden sich hier urige Tanzlokale und moderne Diskotheken, gemütliche Gaststätten, romantische Weinstuben und gepflegte Hotels.




Empfehlenswertes

Seit über hundert Jahren sorgen Thermalquellen für das leibliche Wohl der Bad Hönninger und ihrer Besucher. Die Kristall Rheinpark-Therme – wunderschön im venezianischen Stil mit echtem Marmor und mehreren Tonnen Edel- und Halbedelsteinen nach der Heilslehre der Hildegard von Bingen ausgestaltet – liegt direkt am Rhein, wo der Gast nicht nur die medizinischen Anwendungen nutzen, sondern sich in dem Innen- und Außenbereich sowie einer Saunalandschaft auch verwöhnen lassen kann. Dazu zählt u.a. eine große Liegewiese am Rhein, auf der sich herrlich Ruhe und Erholung finden lassen. Entlang der 1,5 km langen Rheinpromenade mit Kurgarten sowie im Stadtwald laden auch innerhalb der Stadt zahlreiche weitere Plätze zum Ausspannen ein. Da der Bad Hönninger Wein schon im Mittelalter weit verbreitet und bekannt war, ist es nicht verwunderlich, dass das Stadtwappen mit einer Burgunderrebe verziert ist. So gilt der neun Hektar große „Hönninger Schlossberg“ als größte zusammenhängende Weinberganlage am Mittelrhein. Über 60 km markierte Wanderwege laden zu abwechslungsreichen Ausflügen in den Stadtwald, über bewaldete Höhenzüge oder ins romantische Rheintal ein. Über die Internetseite www.bad-hoenningen.de kann sich, wer Interesse hat, neun Vorschläge für Rundwanderungen ausdrucken. Dort findet sich auch ein Veranstaltungskalender, zu dessen jährlichen Höhepunkten das Mittelalterliche Pfingstspectaculum auf Schloss Arenfels, das Weinblütenfest, das Sommernachtsfest mit Rhein in Flammen, das Hopfenfest und das Federweißefest zählen.



 

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