Die feindlichen Brüder
Hoch über der Wallfahrtskirche und dem Kapuziner-Kloster von Kamp-Bornhofen erheben sich wie eine Krone die zwei Burgen Sterrenberg und Liebenstein, genannt die „Feindlichen Brüder“. Ein Beziehungsdrama zwischen zwei Brüdern hatte den Burgen ihren Beinamen gegeben.
In Boppard lebte das Geschlecht der Beyer. Der Burgherr hatte zwei Söhne: Heinrich und Konrad. Unter der Obhut des reichen Edelmannes stand zudem die entfernte Verwandte Hildegard Brömser. Aus den Kindern wurden bald Jugendliche, die alle einen sehr unterschiedlichen Charakter hatten. Hildegard war unglaublich hübsch, sanft, lustig und hatte ein weiches Gemüt. Der ältere Bruder Heinrich war ernst und verschlossen, im Gegensatz zu Konrad mit seinem offenen, lebenslustigen und feurigen Wesen.
Heinrich merkte bald, dass das Herz Hildegards seinem Bruder gehörte. So zog er es vor, sich den Kreuzrittern anzuschließen. Als Konrad von Heinrichs Heldentaten hört, tat er es ihm gleich. Heinrich war schon lange wieder zurückgekehr und Hildegard, die auf ihren Konrad wartete, in Freundschaft verbunden. Konrad kehrte erst Jahre später zurück, nicht jedoch zu Hildegard, sondern in Begleitung einer hübschen Griechin. Hieraus entbrannte nun der heftige Streit zwischen den beiden Brüdern. Hildegard deren Herz gebrochen war, schlichtete zwar noch den Streit, ging dann aber ins Kloster Marienberg.
Erst spät erkannte Konrad seinen Fehler und fand dennoch Trost bei seinem Bruder. Als Konrad früh starb, trat Heinrich dem Kloster Bornhofen bei. Und der Sage nach soll am gleichen Tage, als die Totenglocke im Kloster Marienberg läutete und Hildegard zu Grabe getragen wurde, auch in Bornhofen die Grabesglocke zur letzten Ruhe für Heinrich geläutet haben. | | Das Herz des romantischen Mittelrheins. Weinbergterrassen, Bruchsteinmauern und Obstgärten umgeben den malerisch gelegenen Ort am Rhein. Das Motto des alten Flößer- und Schifferstädtchens lautet „Gastlichkeit aus Tradition“. Damit sich der Besucher gleich heimisch fühlt und für immer bleiben will, wie schon früher die Schiffer.
Burg Liebenstein und Sterrenberg, im Volksmund besser bekannt als die "Feindlichen Brüder" laden schon seit 900 Jahren zu einem Besuch ein. Ein Spaziergang zu den Burganlagen mit ihren Wehrtürmen und der sagenumwobenen Streitmauer vermitteln den Flair längst vergangener, romantischer Zeit.
Auch einen Besuch des Marien-Wallfahrtsortes sollte man sich nicht entgehen lassen. Im 13. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt, beherbergt die Klosterkirche malerische Kunstschätze aus vergangener Zeit. Was sonst kein Wallfahrtsort in Deutschland aufzuweisen hat, sind die seit dem Mittelalter stattfindenden Schiffsprozessionen.
Kamp-Bornhofen eignet sich hervorragend als Quartier zur Entdeckung des romantischen Rheintals. Ob zu Fuß, mit dem Auto, der Bahn oder dem Schiff, von hier aus können Sie die reizvolle Rheinlandschaft oder auch die weitere Umgebung von Kamp-Bornhofen aus problemlos erreichen und erleben.
Gemütliche Cafés und urige Weinstuben mit Rheinischen Abenden, ein Freizeitbad, Spielplätze und das Heimatmuseum bringen die nötige Abwechslung. So empfiehlt sich Kamp-Bornhofen für Familien mit Kindern, für Senioren sowie für alle, die im Urlaub Ruhe und Erholung suchen. | |