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Das Begleitbuch zum Rheinischen Sagenweg
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Die Kyrburg

Die Freilichtbühne

Whisky-Museum

Hahnenbach im Stadtzentrum

Rathaus

Die Hunsrück Schiefer- und Burgenstraße

Kirner Dolomiten

Die Sage vom Trübenbach

Die im Jahr 960 erbaute Kyrburg ist das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt Kirn. An ihr fließt im Tal der wildromantische Trübenbach vorbei. Als 1734 die Kyrburg von den Franzosen zerstört wurde und ihre Mauern in Trümmern sanken, verließ als letzter Trübet die Burg, der treue Diener der Schlossherrin. Und obwohl der die Truhe mit dem Schmuck seiner Herrin bei sich trug, gelang es ihm, die Reihen der feindlichen Soldaten unbemerkt zu überschreiten. An einem verborgenen Plätzchen im Trübenbachtal, dort wo der Bach als Wasserfall über die Felsen springt, wartete er fast eine Woche auf seine Herrin, die er an dieser Stelle wiedertreffen sollte. Schon fast verzagt ob der langen Warterei, erinnerte er sich an den Wunderstab, der sich ebenfalls in der Truhe befand. Auf ihn konzentrierte sich nun seine gesamte Hoffnung in dem Glauben, der Wunderstab könne ihm zeigen, was er tun sollte. Und tatsächlich – als er den Stab in den Händen hielt, teilte sich das Wasser des Trübenbachs, der dahinterliegende Felsen öffnete sich und entfaltete eine kristallende Pracht. In diese Höhle legte er die Schmucktruhe, schloss den Felsen mit der Wunderkraft des Stabes wieder und machte sich auf die Suche nach seiner Herrin.

Jahrelang irrte er auf der Suche nach seiner Herrin umher, bis er schließlich in einer einsamen Berggegend zu einer Höhle kam. Erst als Trübet die Höhle betrat, bemerkte er die Schatten- gestalten der Unterwelt, die an den Wänden vorbeihuschten. In einer der schönsten Gestalten erkannte er die lang gesuchte Herrin, die ihn mit ihrer Hand jedoch den Weg hinaus aus der Höhle wies. Darauf hin kehrte Trübet dorthin zurück, wo er die Truhe versteckt hatte, da er ja nun den Aufenthaltsort seiner Herrin kannte. Und dort soll er sie noch heute bewachen und von seinem Versprechen erst erlöst werden, wenn am jünsten Tage die Toten auferstehen und er unter den Erwachten seine Herrin als erster erblicken wird.

Namensgeber der ursprünglichen Siedlung, die bereits 841 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde, war ein Flüsschen mit der ursprünglichen Bezeichnung „Kira“ an dessen Flussübergang die Siedlung gegründet wurde und das heute als Hahnenbach durch Kirn fließt.

Die Stadt ist für ihre Lederwaren, ihr Melaphyr aus den Kirner Steinbrüchen und ihre Bierbrautradition so bekannt geworden, dass sie im 19. Jahrhundert „Stadt des Leders, der Steine und des Bieres“ genannt wurde. Eine weitere alte Tradition ist die Markttradition von Kirn. Sie reicht vermutlich bis in die Anfänge des 12. Jahrhunderts zurück und machte die Stadt weit über ihre Grenzen hinaus bekannt.

Weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt ist die Kyrburg von 960. Im Tiefkeller des Gebäudes befindet sich das Whiskymuseum mit einer der größten Whiskysammlungen Deutschlands.

Kirn besitzt eine beachtliche Reihe weiterer sehenswerter und kunsthistorisch wertvoller Bauten und Denkmäler. Dazu zählen die repräsentativen Gebäude der salm-kyrburgischen Fürstenherrschaft im 18. Jahrhundert, von denen das stattliche fürstliche Kellereigebäude und das ehemalige Piaristenkloster, beides dreiflügelige Barockanlagen, erhalten geblieben sind.

Das ehemalige Klostergebäude, in dem sich heute das Rathhaus befindet und die evangelische St. Pankratius Stiftskirche aus dem 11. Jahrhundert sind die prägenden Gebäude im Kirner Stadtbild.

Das Gesellschaftshaus der Stadt Kirn wurde 1879 im klassizistischen Stil errichtet und ist als erhaltenswürdiges Kulturdenkmal eingestuft. Heute dient es als modernes Veranstaltungshaus, in dem die Gäste ein reichhaltiges Kulturangebot erwartet. Besondere Erwähnung verdient auch die Freilichtbühne auf der Kyrburg, auf der die beliebten Opernfestspiele stattfinden.



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