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| Das Begleitbuch zum Rheinischen Sagenweg |
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Vermutlich im Jahr 9 v. Chr. wurde von den Römern hier bereits ein Kastell angelegt. Im ersten nachchristlichen Jahrhundert tauchte dann der Name „Confluentes“ auf, die römische Bezeichnung für die Stadt am Zusammenfluss von Rhein und Mosel. Unter fränkischer Herrschaft (ab dem 5. Jh.) entstand eine Königspfalz mit Pfalzkapelle, die der Vorgängerbau der romanischen Kirche St. Florin ist. Das romanische Gotteshaus St. Kastor wurde 836 geweiht. Um 1250 wurde die Burg Stolzenfels als Zollburg errichtet, jedoch 1688 während des Pfälzischen Erbfolgekriegs zerstört. 1823 als Ruine dem späteren König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen geschenkt, wurde sie ab 1836 nach Entwürfen von K. F. Schinkel als Schloss wieder aufgebaut. 118 m über dem Rhein erhebt sich die Festung Ehrenbreitstein. Um 1000 war hier zunächst eine kleine Burganlage entstanden, die im Laufe der Jahrhunderte zu einer Festung ausgebaut wurde. Von den Franzosen (1799) zerstört, ließen die Preußen sie ab 1817 wieder herstellen, wodurch eine der stärksten nach 1815 in Europa errichteten Festungen entstand. Heute sind in ihr u.a. das Landesmuseum, das Ehrenmal des Deutschen Heeres, eine Jugendherberge und ein Restaurant untergebracht. Von hier aus hat man einen herrlichen Ausblick über Koblenz und das Deutsche Eck mit dem Reiterdenkmal Kaiser Wilhelms I. Im Zweiten Weltkrieg zerstört, wurde es dank großzügiger Spenden 1993 durch eine Nachbildung ersetzt.
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Für die meisten Touristen ist das erste Anlaufziel das Deutsche Eck. Von hier aus empfehlen wir einen Stadtrundgang zu den Sehenswürdigkeiten der historischen Altstadt mit ihren schönen Fachwerkhäusern und romantischen Winkeln und Plätzen. Moselabwärts führt er zum Deutschherrenhaus, in dem das Ludwig- Museum mit seiner Sammlung zeitgenössischer französischer Kunst untergebracht ist, vorbei an der Basilika St. Kastor zum Kurfürstlichen Schloss und den Kaiserin- Augusta-Anlagen. Hier steht auch das Denkmal für Joseph Görres, den großen Sohn der Stadt und Mitherausgeber des „Rheinischen Merkur“, den Napoleon als fünfte Großmacht gegen sich bezeichnete. Der Weg vom Deutschen Eck die Mosel flussaufwärts führt zur Balduinbrücke (erbaut 1332) mit ihren 18 steinernen Bögen. 50 m stromabwärts fand man die Überreste einer alten römischen Holzbrücke. In unmittelbarer Nähe befinden sich der Florinsmarkt, der Münzplatz, der Jesuitenplatz und der Plan. Diese Plätze werden von einer Reihe historischer Gebäude gesäumt: das alte Rathaus mit dem Schängelbrunnen, Vier Türme (vier Häuser aus dem 17. Jh. mit kunstvollen Erkertürmen am Plan), die Florinskirche am Florinsmarkt, und nicht weit entfernt die Liebfrauenkirche und die Alte Burg. Am Münzplatz ist noch das alte Münzhaus von 1763 erhalten geblieben, außerdem befindet sich hier das „Haus Metternich“, in dem 1773 der spätere Fürst Metternich geboren wurde. Sehenswert ist das bereits erwähnte Kurfürstliche Schloss, das Kurfürst Clemens Wenzeslaus 1777 bis 1786 im Stil des französischen Klassizismus errichten ließ. Da es heute Behördensitz ist, kann es nur von außen besichtigt werden.
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Koblenz liegt am Schnittpunkt von vier Abschnitten des „Rheinischen Sagenwegs“ und ist somit idealer Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Stationen im Mittelrheintal, dem Moseltal und Lahntal sowie nach Norden zu den Städten und Orten am „Romantischen Rhein“. Zudem bietet die Stadt ein breit gefächertes Unterhaltungsangebot für Jung und Alt. Die Veranstaltungssaison beginnt im Frühling mit den Internationalen Musiktagen, dem Internationalen Pfingstseminar (Koblenz Guitar Festival), dem Blütenfest im Stadtteil Güls, den Kulturtagen in Ehrenbreitstein und den Historienspielen auf der Festung Ehrenbreitstein. Im Verlauf des Sommers folgen die Mittelrhein Musik Momente, das Weltkulturfestival HORIZONTE, das Internationale Gaukler- und Kleinkunstfestival, Rhein in Flammen mit Großfeuerwerk und Europas größtem Schiffscorso sowie der Koblenzer Schängelmarkt. Den Abschluss stellt der traditionelle Weihnachtsmarkt mit einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm dar.
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„Märchen- & Sagenwelten”
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Der „Rheinische Sagenweg” ist ein Projekt der „Märchen- und Sagenwelten” im J.P. Bachem Verlag
in Kooperation mit der Deutschen Zentrale für Tourismus, den Tourismusverbänden von Nordrhein-Westfalen
und Rheinland-Pfalz, dem Rheinsteig Büro und dem Sekretariat für das Welterbe in Rheinland-Pfalz
sowie den Tourismusgesellschaften „Romantischer Rhein”, „Mosellandtouristik, „Lahn-Taunus Touristik”,
„Naheland Touristik” und „Rheingau Taunus Kultur und Tourismus”. |
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