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| Das Begleitbuch zum Rheinischen Sagenweg |
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Entlang der Rheingrenze richteten die Römer im 1. Jh. v. Chr. zum Schutz ihrer Grenzen vor den Germanen im Abstand von 30–40 km Legionslager ein. Neben Neuss, Bonn und Mainz entstand so auch auf dem Gebiet des heutigen Köln das Lager „Oppidum Ubiorum“. Im Jahr 50 n. Chr. verlieh Kaiser Claudius diesem Lager auf Wunsch seiner Gattin, der Kaiserin Agrippina, unter dem neuen Namen „Colonia Claudia Ara Agrippinensium“ (CCAA) die Stadtrechte. Köln ist damit die älteste unter den deutschen Großstädten. Schon in der Spätantike kam das Christentum nach Köln, das im 4. Jh. Bischofssitz wurde. Nach den Wirren der Übergangszeit, in der die Stadt unter fränkische Herrschaft kam, gründete Karl der Große 785 das Erzbistum Köln. Und wer nach Köln reist, wird ihn schon von weitem sehen, den Kölner Dom, das bekannteste Wahrzeichen der Stadt. Der Sage nach hatte Meister Gerhard, von dem der Entwurf für die 157 m hohe Kathedrale im Stil der französischen Hochgotik stammt, beim Bau mit dem Teufel gewettet – und deshalb werde bis heute auch noch an dem Dom gearbeitet. Dem größten Schatz dieses Gotteshauses, den Reliquien der Heiligen Drei Könige, verdankt die Stadt auch den Zusatz „heiliges Köln“. Der Kölner Erzbischof Rainald von Dassel hatte die Gebeine der Heiligen 1164 von Mailand nach Köln gebracht. Die immer größer werdende Pilgerströme, die daraufhin einsetzten, hatten 1248 dann zur Grundsteinlegung für den Bau dieses neuen Domes – auf den Fundamenten des alten aus dem 9. Jh. – geführt.
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Das Stadtbild wird geprägt von den 12 romanischen Kirchen (wie z. B. Groß St. Martin oder St. Maria im Kapitol), mit denen Köln heute einen kunst- und kulturhistorischen Schatz von europäischer Bedeutung besitzt. Aber auch die Kölner Philharmonie und zahlreiche Museen und Galerien prägen den Ruf der Stadt als Kunst- und Kulturmetropole. Nicht weniger als 30 Museen spannen mit ihren Schätzen den Bogen von der Altsteinzeit im Rheinland, wie sie vom Römisch-Germanischen Museum präsentiert wird, über die Stadtgeschichte im Kölnischen Stadtmuseum bis zur modernen Kunst im Museum Ludwig. Für einen Spaziergang durch die Kölner Innen- und Altstadt bietet sich zunächst eine Tour entlang der „Ringe“ mit den großen Stadttoren an. Weiter führt der Weg über die Glockengasse zum 4711-Haus, zum Kölner Rathaus mit seinen 124 Steinfiguren berühmter Personen der Kölner Stadtgeschichte, vorbei am Farina-Haus (dem Geburtsort des „Eau de Cologne“), über die Kölner Einkaufsmeilen Hohe Straße und Schildergasse bis zum Neumarkt. Von hier ist es nicht mehr weit zur Ehrenstraße und Mittelstraße mit ihren angrenzenden Straßen und Gassen, in denen es sich hervorragend Shoppen und Speisen lässt.
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Die sprichwörtliche „kölsche Gemütlichkeit“, die ohne das typische Kölsch nicht aufkommen kann, findet der Besucher in der Altstadt. Hier feiert der Kölner auch den Karneval, der am 11.11. jedes Jahres auf dem Alter Markt als fünfte Jahreszeit eingeläutet wird. Abends empfiehlt sich der Besuch einer der zahlreichen Kölner Altstadtkneipen (wie z. B. das Haxenhaus mit der Heinzelmännchen- Treppe). Nicht weit entfernt am Eisenmarkt befindet sich das Hänneschen- Theater, eine Stockpuppenbühne, in der Kölner Mundart gepflegt wird und deren Tradition auf das Jahr 1802 zurückgeht. Hier haben auch Tünnes und Schäl ihren Ursprung, die die gegensätzlichen Wesenszüge des Kölners verkörpern und im Brigittengässchen hinter dem Alter Markt auf einem kleinen Platz als Bronzestatuen verewigt sind: Tünnes der Gutmütige, Schäl der Gerissene. Vor dem Theater befindet sich das Denkmal für einen der wohl bekanntesten Kölner Bürger, den Volksschauspieler Willy Millowitsch. Und wer noch mehr Lust auf Kölner Sagen und Geschichten hat, sollte sich auf die Spuren des „Kölner Sagenwegs“ begeben (Yvonne Plum: „Kölner Sagen & Geschichten“, J. P. Bachem Verlag, Köln 2004).
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Kölner Karneval
In der Kölner Altstadt feiert der Kölner zum Abschluss der Karnevalszeit, die am 11.11. jeden Jahres die 5. Jahreszeit einläutet, im weltbekannten Kölner Straßenkarneval von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch.
… zum "Festkomitee des Kölner Karnevals"
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Kölner Lichter
Anfang Juli findet in Köln unter dem Motto "Kölner Licher" eines der größten Feuerwerksspektakel am Rhein statt.
… zu "Kölner Lichter"
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Der „Rheinische Sagenweg” ist ein Projekt der „Märchen- und Sagenwelten” im J.P. Bachem Verlag
in Kooperation mit der Deutschen Zentrale für Tourismus, den Tourismusverbänden von Nordrhein-Westfalen
und Rheinland-Pfalz, dem Rheinsteig Büro und dem Sekretariat für das Welterbe in Rheinland-Pfalz
sowie den Tourismusgesellschaften „Romantischer Rhein”, „Mosellandtouristik, „Lahn-Taunus Touristik”,
„Naheland Touristik” und „Rheingau Taunus Kultur und Tourismus”. |
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