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| Das Begleitbuch zum Rheinischen Sagenweg |
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In uralten Zeiten war der Drachenfels mit dem Berg, auf dem der Rolandsbogen steht, durch einen Höhenzug verbunden. Dahinter staute sich der Rhein zu einem gewaltigen See. Da es jedoch oft zu Überflutungen kam, die die Menschen auf der anderen Seite des Höhenzuges bedrohten, waren diese sehr in Furcht. Eines Tages riefen sie daher sieben kräftige Riesen und versprachen reichlich Lohn, wenn sie ihnen einen Durchgang durch den Höhenzug graben würden. Die Riesen waren einverstanden, kamen, jeder mit einer großen Schaufel auf der Schulter, und machten dem Rhein in nur drei Monaten einen Weg frei. Als sich der Fluss nun mit seinen Wassermassen ins Tal ergoss, bildeten sich dort an seinen Ufern fruchtbare Ebenen. Die Riesen wurden reichlich entlohnt und machten sich für ihre Heimreise fertig. Sie wollten jedoch nicht mit schmutzigem Gerät von dannen ziehen und so klopfte ein jeder mit seiner riesigen Schaufel kräftig auf den Boden. Die Erde löste sich Klumpen für Klumpen von den Schaufeln, und so wuchsen sieben große Berge, die dem Siebengebirge der Sage nach den Namen geben. Weiter südlich war noch ein weiterer Berg entstanden: der Himmerich, der im Volksmund auch der „Riesenschiss“ genannt wird. Denn der Sage nach sollen die Riesen während ihrer Arbeit seitwärts dorthin ausgetreten sein, um ihre Notdurft zu verrichten. Tatsächlich leitet sich der Name des Siebengebirges von dem Wort „Siefen“ ab, mit dem die Bachläufe bezeichnet werden, in denen das Wasser aus dem Gebirge abfließt.
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„In alten Geschichten wird uns vieles Wunderbare berichtet: von ruhmreichen Helden, von hartem Streit, von glücklichen Tagen und Festen, von Schmerz und Klage, und vom Kampf tapferer Recken. Davon könnt auch Ihr jetzt Wunderbares berichten hören.“ Dies ist die erste von 2379 Strophen des Nibelungenliedes, des bedeutendsten mittelhochdeutschen Heldengesangs, in dem unter anderem die Geschichte von Siegfried und dem Drachen erwähnt wird. Das Versepos entstand aus verschiedenen Sagenkreisen germanischer Stämme und wurde lange Zeit nur mündlich überliefert. Die verbindliche Fassung, vermutlich um das Jahr 1200 niedergeschrieben, ist das Werk eines oberdeutschen (österreichischen) Geistlichen, der die alte, während der Völkerwanderungszeit (4. bis 6. Jh.) spielende Heldendichtung im Sinne der zeitgenössischen höfischen Dichtung bearbeitete. Der Drachenfels wird bereits seit langer Zeit mit der berühmten Sage um Siegfried in Verbindung gebracht. Die malerische Berglandschaft, der rheinische Bezug der Sage und die Tatsache, dass Siegfried auf seinem Weg von Xanten her das Siebengebirge in jedem Fall hat passieren müssen, legten den Gedanken nahe. Richard Wagner hat den Ereignissen um Siegfried den ganzen dritten und vierten Teil seines monumentalen Werks „Der Ring des Nibelungen“ gewidmet. Und so wurde dem Komponisten zu Ehren – aus Anlass seines 100. Geburtstags 1913 – am Fuße des Drachenfelsens die Nibelungenhalle eröffnet, die in zwölf Großgemälden die Szenen des Bühnenfestspiels zeigt. 1933 wurde die Nibelungenhalle um eine Drachenhöhle erweitert, die den großen und vor allem den kleinen Besuchern die Geschichte um den Drachen Fafnir anschaulich machen soll. Heute schließt sich dem 13 m langen Giganten aus Stein noch ein Reptilienzoo mit den Nachfahren der vorzeitlichen Drachen an.
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Siegfrieds Kampf auf dem Drachenfels
Der Mönch von Heisterbach




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Rheinische Sagen & Geschichten
Das Begleitbuch zum "Rheinischen Sagenweg" mit den bekanntesten und schönsten Sagen und Geschichten von Rhein, Mosel, Lahn und Nahe. Ergänzt durch touristische Informationen. 416 Seiten, 48 farbige Illustrationen von der Kölner Künstlerin Gerda Laufenberg, über 300 farbige Bilder
Taschenbuchausgabe: 14,95 Euro, ISBN 3-7616-1869-7
online bestellen
Gebundene Ausgabe: 19,95 Euro, ISBN 3-7616-1986-3
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In jeder Buchhandlung erhältlich.
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„Märchen- & Sagenwelten”
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Der „Rheinische Sagenweg” ist ein Projekt der „Märchen- und Sagenwelten” im J.P. Bachem Verlag
in Kooperation mit der Deutschen Zentrale für Tourismus, den Tourismusverbänden von Nordrhein-Westfalen
und Rheinland-Pfalz, dem Rheinsteig Büro und dem Sekretariat für das Welterbe in Rheinland-Pfalz
sowie den Tourismusgesellschaften „Romantischer Rhein”, „Mosellandtouristik, „Lahn-Taunus Touristik”,
„Naheland Touristik” und „Rheingau Taunus Kultur und Tourismus”. |
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