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| Das Begleitbuch zum Rheinischen Sagenweg |
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Die Landschaft rund um Königswinter hat eine „bewegte“ Vergangenheit: Bereits im 1. Jh. n. Chr. begannen die Römer mit dem Steinabbau am Drachenfels, der in den folgenden Jahrhunderten fortgesetzt wurde. Unter anderem diente sein Gestein später zum Bau der Burg Drachenfels und des Kölner Doms. Mitte des 19. Jh. wurde dem Raubbau an der Natur Einhalt geboten, sodass diese Landschaft heute als eines der ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands bezeichnet werden kann. Damals erhielt Königswinter höchste kulturelle und touristische Aufmerksamkeit. Auch wurde in dieser Zeit unter anderem die Drachenfelsbahn eröffnet und Schloss Drachenburg erbaut, das als Inbegriff der späten Rheinromantik gilt. Weltruhm erlangte Königswinter durch den Petersberg. Im 12. Jh. kurze Zeit Sitz von Eifeler Zisterziensermönchen, die später im Tal Kloster Heisterbach gründeten, wurde dort 1892 das ehemalige Hotel Petersberg eröffnet. Seit 1955 und nach Unterbrechungen wieder ab 1979 nutzte es dann die Bundesregierung als Gästehaus und beherbergte dort Staatsgäste aus aller Welt. Bis heute ist das Hotel Tagungsort internationaler Konferenzen.
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Königswinter liegt eingebettet zwischen Rhein, Petersberg und Drachenfels. Über der Stadt thronen die Drachenfelsruine und Schloss Drachenburg. Die Uferpromenade, die als eine der schönsten am romantischen Rhein gilt, und die baumbewachsenen Alleen schmücken die Altstadt und laden zum Flanieren ein. Hinter der schönen Fassade des Siebengebirgsmuseums ermöglicht eine moderne Ausstellung einen Blick hinter die Kulissen der sagenumwobenen Landschaft und präsentiert spannende Informationen über geologische, geschichtliche, wirtschaftliche und kulturelle Besonderheiten der Region. Die schönste Sehenswürdigkeit ist Schloss Drachenburg (erbaut 1882–1884). Diese malerische, burgartige Schlossanlage mit ihrer Vor- und Hauptburg inmitten eines großen Parkgeländes wird derzeit renoviert und anschließend als Gründerzeitmuseum auf anschauliche Weise das Lebensgefühl des ausgehenden 19. Jh. und die Wohnkultur der Epoche vermitteln. Die Vorburg beherbergt ein Museum zur Geschichte des Naturschutzes in Deutschland. Die Nibelungenhalle, eine zum 100. Geburtstag von Richard Wagner errichtete Gedenkstätte, zählt mit ihren reliefierten Säulen und den Tafelbildern zum „Ring des Nibelungen“ sowie der angeschlossenen Reptilienanlage zu den meist besuchten Attraktionen im Siebengebirge.
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Das Siebengebirge zählt mehr als 40 Gipfel, sieben Bergkuppen treten jedoch durch ihre Höhe besonders hervor und haben dem heutigen Naturpark so seinen Namen gegeben. Er ist von zahllosen Wanderwegen durchzogen – darunter ein Weinwanderweg (schließlich befindet sich hier das nördlichste Weinanbaugebiet am Rhein) und der Rheinsteig. Hier im Siebengebirge laden einige idyllisch gelegene Ausflugslokale Wanderer und Spaziergänger zur Rast ein (z. B. das Waldrestaurant Einkehrhaus Waidmannsruh nahe Kloster Heisterbach mit hausgemachten Kuchen und rustikaler Küche in Familientradition, Tel.: 02223/24520, Fax: 0 2223/28874). Wer den Drachenfels erklommen hat – seit 1883 bietet sich auch eine romantische Fahrt mit der Drachenfelsbahn an, deren Talstation 2005 zum Drachenfels-Tourismus-Bahnhof umgebaut wurde – , wird nachvollziehen können, wie sich die Künstler von der landschaftlichen Schönheit und dem unvergleichlichen Ausblick auf das romantische Rheintal zu ihren Werken haben inspirieren lassen. Die einzigartigen klimatischen Bedingungen haben dazu geführt, dass viele Tier- und Pflanzenarten, die normalerweise in Südost-Europa beheimatet sind, hier in der Trockenheit und Wärme einen Lebensraum gefunden haben. Die Großveranstaltung Rhein in Flammen (1. Samstag im Mai), bei der eine hell erleuchtete Schiffsflotte und ein atemberaubendes Feuerwerk den Rhein von Linz bis Bonn in ein fantastisches Farbenmeer tauchen, leitet eine Reihe von Festen ein. Höhepunkt ist dabei das traditionelle Drachenfest alle zwei Jahre im Juli – ein „Muss“ für alle Freunde rheinischer Sagen und Geschichten.
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Der „Rheinische Sagenweg” ist ein Projekt der „Märchen- und Sagenwelten” im J.P. Bachem Verlag
in Kooperation mit der Deutschen Zentrale für Tourismus, den Tourismusverbänden von Nordrhein-Westfalen
und Rheinland-Pfalz, dem Rheinsteig Büro und dem Sekretariat für das Welterbe in Rheinland-Pfalz
sowie den Tourismusgesellschaften „Romantischer Rhein”, „Mosellandtouristik, „Lahn-Taunus Touristik”,
„Naheland Touristik” und „Rheingau Taunus Kultur und Tourismus”. |
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