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| Das Begleitbuch zum Rheinischen Sagenweg |
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Linz wurde 874 erstmals urkundlich erwähnt. Um 1320 erhielt der Ort die Stadtrechte und eine massive Befestigungsmauer mit mächtigen Stadttoren, die teilweise heute noch erhalten sind. Aber auch sie konnten nicht verhindern, dass Linz in den folgenden Jahrhunderten immer wieder besetzt wurde. Charakteristisch für Linz sind auch die verträumten Winkel und Gassen der Altstadt mit ihren Bürgerhäusern aus fünf Jahrhunderten, in denen der Besucher das „Mittelalter“ hautnah entdecken kann. Diesen farbenfrohen Fachwerkbauten – oft mit geschnitztem Gebälk reich verziert – verdankt Linz seinen Beinamen „Bunte Stadt am Rhein“. Bis Anfang des 19. Jh. war Linz mit der Zoll- und Zwingburg eine von elf Zollstellen zwischen Köln und Mainz und ist bis heute Hauptumschlagplatz für den in der Umgebung gebrochenen Basalt.
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Einen gemütlichen Rundgang durch den Ort sollte der Besucher am besten am Rheintor beginnen. Dieses Tor mit seinen spätgotischen Ecktürmchen war die „Haustür“ von Linz, an seiner Innen- und Außenseite kann man sich auch von der Höhe der dort angebrachten Hochwassermarken beeindrucken lassen. Weiter führt der Weg zum Burgplatz und der Burg Linz. Die Burg, 1365 als Zoll- und Zwingburg errichtet und oft zerstört, wurde 1984 saniert und gilt seitdem als „Freizeiterlebnis am Rhein“. Hier kann der Besucher im Burgverlies mittelalterliche Folterinstrumente bestaunen, in der Römischen Glashütte dem Glasbläser bei seinem alten römischen Handwerk zuschauen oder die ganzjährige Weihnachtsausstellung besichtigen. Genauso lohnt sich ein Besuch der Ausstellung „R(h)ein menschlich gesehen” des Künstlers Alexander Jokisch in der Burg Linz. Über die Rheinstraße kommt der Gast zum Mittelpunkt des Ortes, dem mittelalterlichen Marktplatz. Ihn verschönert der Häuserkreis mit den in den 1920er Jahren restaurierten bunten Fachwerkhäusern. Das historische Ambiente des Marktplatzes wird durch die Mariensäule, den Rathausbrunnen und das Rathaus abgerundet. Es ist das älteste Rathaus von Rheinland-Pfalz, und täglich um 12:15, 15:15 und 18:15 Uhr lässt es seine Glocken erklingen. Beim Verlassen des Stadtkerns über die Kirchstraße kommt man zum höchsten Punkt der Stadt und damit zur Pfarrkirche St. Martin. Die spätromanische, dreischiffige Pfeileremporenbasilika wurde 1214 geweiht, im Inneren lassen sich wertvolle Fresken besichtigen. Der Rundgang endet am östlichen Neutor – im Torbogen grüßt der Linzer Klapperjunge, eine von vielen Bronzeplastiken in der Stadt – und führt durch die Neustraße mit ihren historischen Fachwerkbauten zurück ins Zentrum. Erholen kann man sich anschließend auf der Sonnenterasse des Rheinparkhotels Bucheneck, das direkt am Rhein gelegen ist und einen herrlichen Ausblick bietet. Unter dem Hotel befindet sich auch der Linzer Strünzer-Keller, ein sehr gemütlicher historischer Winzerkeller.
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Mit seiner waldreichen Umgebung am Eingang zum Naturpark Rhein-Westerwald zwischen Bonn und Koblenz gelegen, bietet Linz dem Besucher die Möglichkeit zu reizvollen Wandertouren entlang des ca. 30 km langen Walderlebnispfads und über die Premium-Wanderstrecke Rheinsteig, die nicht von ungefähr quer durch die malerische Linzer Altstadt führt, oder zu Tagestouren entlang des Mittelrheins. Der rheinische Frohsinn lässt sich bei den Linzer Festen besonders gut erleben. So laden unter anderem das Linzer Winzerfest, der Kunsthandwerker- Markt, bei dem auf altertümliche Weise Handwerk betrieben wird, die zweimal jährlich stattfindenden Antiquitäten- und Trödelmärkte und Rhein in Flammen mit Strünzerparty zum Mitfeiern ein. Highlight ist die „Bunte Woche“, die immer am Wochenende vor Pfingsten stattfindet. Dabei findet neben vielen anderen Attraktionen in der Altstadt auch das Internationale Drehorgel-Festival statt.
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Der „Rheinische Sagenweg” ist ein Projekt der „Märchen- und Sagenwelten” im J.P. Bachem Verlag
in Kooperation mit der Deutschen Zentrale für Tourismus, den Tourismusverbänden von Nordrhein-Westfalen
und Rheinland-Pfalz, dem Rheinsteig Büro und dem Sekretariat für das Welterbe in Rheinland-Pfalz
sowie den Tourismusgesellschaften „Romantischer Rhein”, „Mosellandtouristik, „Lahn-Taunus Touristik”,
„Naheland Touristik” und „Rheingau Taunus Kultur und Tourismus”. |
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