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Das Begleitbuch zum Rheinischen Sagenweg
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Übersichtskarte und Routenbeschreibung

Neuss - Touristisch




Geschichtliches

Zwischen Düsseldorf und Köln gelegen, gehört Neuss zu den ältesten Städten Deutschlands. Aus der Römerzeit um 16 v. Chr. stammt das – südlich der heutigen Altstadt gelegene – Militärlager. Darauf folgten Zivilsiedlungen und die Entwicklung zum florierenden Handelsplatz. Im Mittelalter erlangte Neuss als Wallfahrtsort Berühmtheit. Verehrt wurde der Märtyrer und Tribun Quirinus. Ein prägendes historisches Ereignis war die Belagerung der Stadt durch Karl den Kühnen 1474/75, bei der die eingekesselten Neusser der Übermacht fast ein Jahr lang widerstanden.

 

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Sehenswertes

Die Spuren der Geschichte und der kulturellen Vielfalt, die die Attraktivität Neuss’ ausmachen, entdeckt man auf einem Rundgang durch die Stadt. Das Quirinusmünster, das die Reliquien des hl. Quirinus beherbergt, zählt zu den bedeutendsten spätromanischen Kirchen im Rheinland. Auch die vielen anderen Neusser Kirchen sind reizvoll, wurden ihre Innenräume doch durch berühmte moderne Künstler gestaltet. Als historische Zeugnisse beeindrucken Teile der mittelalterlichen Stadtbefestigung, vor allem Obertor und Blutturm. Das Vogthaus von 1597 lockt mit seinem Glockenspiel täglich um 11, 15 und 17 Uhr, und das 1603 erbaute Bürgerhaus der Backstein-Renaissance, „Em schwatte Päd“, hat die besterhaltene mittelalterlichen Fassade – beides sind heute Gasthäuser. Das älteste Neusser Fachwerkhaus von 1571 wurde vor ein paar Jahren zu einem kleinen Kaffeehaus umfunktioniert. Das Zeughaus am Freithof, Observantenkirche und Kloster aus dem 17. Jh., lädt heute als exklusive Veranstaltungsstätte u.a. zu den Konzerten der Deutschen Kammerakademie Neuss am Rhein ein. Das Clemens-Sels-Museum bereichert die Kulturszene sowohl mit seinen Exponaten zur modernen Kunst als auch zur Stadtgeschichte.




Empfehlenswertes

Ein Muss für alle Kunstfreunde ist die Langen Foundation auf der Raketenstation Hombroich sowie Stiftung Insel Hombroich mit ihrer „Kunst parallel zur Natur“: In einer Erft- Auenlandschaft schuf Erwin Heerich elf skulpturartige Pavillons, die – selbst Kunst – andere Kunstwerke aufnehmen. Neuss ist von einem unendlichen Radwegenetz mit über 2000 km ausgeschilderten Wegen umgeben. Eine sinnliche Erfahrung ist der kleine Barfußpfad – hier geht es ohne Schuhe und Strümpfe über Erlebnisfelder aus verschiedenen Materialien. Kindern bietet der „Kinderbauernhof“ interessante Einblicke in das bäuerliche Leben im letzten Jahrhundert. Und Sportbegeisterte kommen an 365 Tagen im Jahr beim Pistenspaß in der größten Indoor-Skihalle Europas voll auf ihre Kosten. Jährlich kommen hunderttausende Besucher in die Stadt, um die außergewöhnlich stimmungsvolle Atmosphäre, die Neuss mit seiner rheinischen Lebenskultur bietet, zu erleben. Anlässe gibt es genug. So stehen im Kulturkalender Festivals von internationalem Rang: Beim Shakespearefestival, bei dem Theatertruppen aus der ganzen Welt ihre Interpretationen zeigen, kann man sich im originalgetreuen Nachbau des Londoner Globe-Theaters von einer ganz speziellen Theaterwelt verzaubern lassen. Oder bei den Internationalen Tanzwochen – einem Forum für zeitgenössische Choreografien – , der Klassiknacht im Rosengarten, den Zeughauskonzerten und den Aufführungen des Rheinischen Landestheaters. Das größte Event ist das Neusser Bürger-Schützenfest – stets am letzten Augustwochenende wird gefeiert – mit prächtigen Paraden, Bällen, großer Kirmes und Feuerwerk.



 

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