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Vor langer Zeit, als Petrus die Oberweseler Winzer schon seit Jahren mit schlechtem Wetter für den Weinanbau quälte und der Vogt auf der Schönburg den wenigen guten Rebensaft auch noch fast allein wegtrank, schlossen die Winzer in ihrer Not einen Pakt mit dem Teufel. Beide Seiten profitierten davon, denn der Vertrag brachte den Winzern eine gute Ernte und dem Satan jedes Jahr guten Wein ein. Doch ob dieses gotteslästerlichen Abkommens bekamen die Oberweseler nach einiger Zeit ein schlechtes Gewissen, das sie zunächst mit Kirchenbauten zu besänftigen versuchten. Schließlich wollten sie sich aber ganz von dem Teufel befreien. Der lachte sie jedoch nur hämisch aus und holte sich weiterhin Jahr um Jahr seinen Wein. Eines Tages kam den Winzern allerdings eine Idee, wie sie sich des Satans entledigen könnten. Sie bauten eine raffinierte Konstruktion zum Halten des Weinfasses, das für den Teufel bestimmt war. Als dieser nichtsahnend zum Fass emporstieg, zogen die Männer einen befestigenden Keil weg, sodass das schwere Fass den schrägen Marktplatz hinunter in Richtung Rhein rollte und dabei den Fuß des Satans zerquetschte. Der Teufel verlor nicht nur das Hufeisen seines linken Pferdefußes, sondern war so erbost, dass er unter tobendem und schmerzerfülltem Geschrei die Stadt verließ und seit diesem Tage in Oberwesel niemals wieder gesehen ward. Das Hufeisen aber ist auch heute noch fest im Boden des holprigen Marktplatzes eingelassen und erzählt von dieser alten Sage.
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Rheinische Sagen & Geschichten
Das Begleitbuch zum "Rheinischen Sagenweg" mit den bekanntesten und schönsten Sagen und Geschichten von Rhein, Mosel, Lahn und Nahe. Ergänzt durch touristische Informationen. 416 Seiten, 48 farbige Illustrationen von der Kölner Künstlerin Gerda Laufenberg, über 300 farbige Bilder
Taschenbuchausgabe: 14,95 Euro, ISBN 3-7616-1869-7
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Gebundene Ausgabe: 19,95 Euro, ISBN 3-7616-1986-3
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In jeder Buchhandlung erhältlich.
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