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Heinrich I. von und zu Gymnich baute 1354 ein Burghaus, aus dem später eine befestigte Burg wurde. 1655 wurde der Stammsitz der Familie von und zu Gymnich auf dem Grundriss der alten Burganlage als Barockschloss neu errichtet. Nach einer Restaurierung diente der Bau von 1971 bis 1990 als Gästehaus der Bundesregierung und hat bekannte Zeitgenossen wie Queen Elizabeth, Königin Silvia, König Juan Carlos I. sowie zahlreiche andere Staatsgäste aus aller Welt beherbergt. Am 25. August 1989 kam es hier zu einem Geheimtreffen zwischen dem ungarischen Ministerpräsidenten Németh und seinem Außenminister Horn sowie Bundeskanzler Helmut Kohl und Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher. An diesem Tag wurde die Bundesregierung erstmals über die Absicht der ungarischen Staatsführung unterrichtet, die Grenze nach Österreich für die Flüchtlinge aus der DDR zu öffnen, was in der Nacht vom 10. auf den 11. September 1989 dann tatsächlich stattfand. Damit war eine der historischen Weichenstellungen vollzogen, die schließlich zum Fall der Mauer führte und die weltpolitischen Verhältnisse von Grund auf veränderte. Die letzte „Belagerung“ des Schlosses erfolgte im Jahr 1998, als das Schloss in den Besitz der Kelly Family überging und es für deren Fans aus allen Teilen Europas für einige Jahre zum „Nabel der Welt“ wurde, zum Leidwesen der Anwohner. Heute beherbergt das Schloss einen Gastronomiebetrieb mit Außenterrasse und Hotel, und lädt dazu ein, sich hier auf die Spuren der Vergangenheit zu begeben, die die Welt „bewegt“ haben.
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Rheinische Sagen & Geschichten
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