Der Gymnicher Ritt
Der Rhein-Erft-Kreis ist eine reizvolle und abwechslungsreiche Region, die durch mehr als 50 Burgen und Schlösser geprägt wird und zu den wasserburgenreichsten Regionen Deutschlands zählt.
Die Burg Satzvey, die jedes Jahr zu pompösen Ritterspielen und historischen Märkten einlädt, liegt in Nachbarschaft zum Rhein-Erft Kreis in der Eifel. Der heutige Besitzer der Burg Satzvey engagiert sich darüber hinaus für ein weiteres Ereignis, dem ein fast 800 Jahre alter Brauch zu Grunde liegt und von dem die Sage vom Gymnicher Ritt erzählt. Es ist kein geringerer als der Burgherr selber, Franz Josef Graf Beissel von Gymnich jun., der zum Gedenken an seinen berühmten Vorfahren Ritter Arnold I., die alljährlich an Cristi Himmelfahrt in Gymnich stattfindende Reiter- und Fußprozession anführt.
Es begann mit einem Schwur im 13. Jahrhundert: Als Ritter Arnold von Gymnich während der Kreuzzüge in einen aussichtslosen Kampf geriet, gelobte er Gott, für eine Rettung aus der Not "alljährlich einen Ritt zu halten um die Gemarkung meines Heimatdorfes und meine Nachfahren sollen es tun so bis in fernste Zeiten.
Jedes Jahr finden sich seitdem mehrere tausend Teilnehmer und Schaulustige in Gymnich ein, um dieses alte Brauchtum zu pflegen. Das sakrale Herzstück bildet eine kostbare Kreuzpartikel, die ein berühmter Nachfahre Arnolds, der Ritter Johann von und zu Gymnich aus dem Heiligen Land mitgebracht haben soll. Den religiösen Feierlichkeiten, die den Mittelpunkt des Festes darstellen, folgt am Nachmittag und Abend das Volksfest in den Straßen und Sälen Gymnichs. | Als Teil der "Rheinischen Bucht" ist der Rhein-Erft-Kreis eine der wasserburgenreichsten Regionen Deutschlands mit mehr als fünfzig Burgen und Schlössern. Darunter sind mit dem Residenzschloss Augustusburg (erbaut 1725) und dem Jagd- und Lustschloss Falkenlust (erbaut 1729) in Brühl zwei Weltkulturerbestätten als herausragende Beispiele der Schlossbaukunst des Rokokostils in Deutschland, die über ein halbes Jahrhundert Vorbild für eine Vielzahl deutscher Fürstenhöfe waren.
Die Region mit einer Vielzahl an Attraktionen und Freizeitmöglichkeiten hat speziell bei Fahrradfahrern einen guten Ruf. Dementsprechend führt ein hervorragend ausgebautes Netz an Radwegen mit übersichtlicher Beschilderung quer durch die zumeist flache Region durch Felder und Wälder, vorbei an Windmühlen und alten Burgen, zum Tagebau oder zu einer der vielen anderen Sehenswürdigkeiten.
Das Max-Ernst Museum und das Phantasialand in Brühl, die Villa Trips mit dem Museum für Rennsportgeschichte, das Michael-Schumacher-Kart-Center in Kerpen und die zahlreichen Wind- und Wassermühlen sind ebenso Besuchermagneten wie die ausgedehnte Wald- und Seenlandschaft des Naturpark Kottenforst-Ville, der dem Naherholungssuchenden wohltuende Entspannung bietet.
Der Rhein-Erft-Kreis ist zudem ein Golfland. In ganz Kontinentaleuropa finden sich nur wenige Gebiete mit vergleichbarer Golfdichte darunter sieben exzellente Golf- und Golfübungsanlagen und mehr als vierzig weitere Golfanlagen. |