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| Das Begleitbuch zum Rheinischen Sagenweg |
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Auch um den Königsstuhl rankt sich eine Sage, genauer gesagt um Wenzel, Sohn Karls IV., der guten Wein sehr geschätzt haben soll. Er war am 9. Juli 1376 in Aachen zum deutschen König gekrönt worden, wurde jedoch im August 1400 von seinem Amt abgesetzt. Zu seinem Nachfolger wählte man Ruprecht von der Pfalz aus dem Geschlecht der Wittelsbacher. Ruprecht war auch der Erste, der auf dem Ende des 14. Jh. erbauten, steinernen Königsstuhl in dieses Amt erhoben wurde. Der Grund für die Absetzung Wenzels soll eine verlorene Wette gewesen sein. Nachdem der König sich schon aus verschiedenen anderen Gründen ziemlich über die Kurfürsten geärgert hatte, brachte ein Glas saurer Wein, das sie ihm eingeschenkt hatten, das „Fass zum Überlaufen“. Verärgert versprach er demjenigen, der ihm am nächsten Tag ein Fass lieblichen Pfälzer Wein bringen würde, die Königskrone. Da zu seiner Zeit ein Schiff aus der Pfalz bis nach Rhens fünf Tage brauchte, war er sich sicher, sein Versprechen nicht halten zu müssen. Der Pfälzer Kurfürst Ruprecht war aber ebenfalls ein Weinliebhaber und hatte immer ein Fässchen Wein aus seiner Heimat bei sich. Als Ruprecht ein solches am nächsten Tag nun herbeirollen ließ und demselben ein lieblicher Duft entströmte, war auch Wenzel um seinen „Weinverstand“ gebracht. Er hatte die Wette verloren, worauf ihn die Kurfürsten Kraft ihres Amtes absetzten. Wenn diese Interpretation historischer Ereignisse auch sicherlich etwas „weinselig“ ist, stellt sie doch eine charmante Liebeserklärung an den Pfälzer Wein dar.
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Die Geschichte des Königsstuhls beginnt 1273, als die deutschen Kurfürsten zur Vorbesprechung der Wahl Rudolfs von Habsburg in einem Nussbaumgarten außerhalb von Rhens zusammenkamen. 1338 gründeten sie den „Rhenser Kurverein“ zur Verteidigung des Reichsrechts und der Kurrechte. Mit Karl IV. wurde 1346 hier dann der erste König gewählt. Er forderte die Bürger der Stadt auf, ein „Steynen Gestuel“ zu errichten, im Gegenzug wurde ihnen dafür Zollfreiheit zugesichert. Dies war die Geburtsstunde des historischen Königsstuhls. Mit dem späteren Kaiser Maximilian I. wurde 1486 der letzte König auf ihm inthronisiert. 1795 zerstört, wurde er 1842 aus schwarzen Lavaquadern wieder aufgebaut und 1929 auf die Rheinhöhe Schawall verlegt.
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Rheinische Sagen & Geschichten
Das Begleitbuch zum "Rheinischen Sagenweg" mit den bekanntesten und schönsten Sagen und Geschichten von Rhein, Mosel, Lahn und Nahe. Ergänzt durch touristische Informationen. 416 Seiten, 48 farbige Illustrationen von der Kölner Künstlerin Gerda Laufenberg, über 300 farbige Bilder
Taschenbuchausgabe: 14,95 Euro, ISBN 3-7616-1869-7
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Gebundene Ausgabe: 19,95 Euro, ISBN 3-7616-1986-3
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Der „Rheinische Sagenweg” ist ein Projekt der „Märchen- und Sagenwelten” im J.P. Bachem Verlag
in Kooperation mit der Deutschen Zentrale für Tourismus, den Tourismusverbänden von Nordrhein-Westfalen
und Rheinland-Pfalz, dem Rheinsteig Büro und dem Sekretariat für das Welterbe in Rheinland-Pfalz
sowie den Tourismusgesellschaften „Romantischer Rhein”, „Mosellandtouristik, „Lahn-Taunus Touristik”,
„Naheland Touristik” und „Rheingau Taunus Kultur und Tourismus”. |
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