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Die Burg Gollenfels, die im 10. oder 11. Jh. erbaut und urkundlich erstmals 1156 erwähnt wurde, heute jedoch weitgehend verfallen ist, ist eine der drei Burgen in Stromberg, denen die Stadt den Beinamen „… der Drei Burgen“ verdankt. Am Fuß ihres Bergfrieds schlängelt sich der Guldenbach durchs Tal, in dessen Fluten einst Gold gefunden wurde, was ihm seinen Namen einbrachte. Das Gold ist heute verschwunden, woran einer Sage nach die Habgier der Menschen schuld sei. Denn einst wohnten Zwerge in den Höhlen des ehemaligen Riesensteins, des Hundsfelsen zu Stromburg, die nachts am Goldenfels Gold zu Tage förderten. Den Menschen wohlgesinnt, warfen sie so manches schwere Goldklümpchen in den Guldenbach. Aber die Menschen waren undankbar und goldgierig. Sie schlichen heimlich zu den Höhlen der Zwerge und wühlten in ihrem Hab und Gut. Als die Zwerge zurückkamen und dies bemerkten, verschwanden sie wutentbrannt auf Nimmerwiedersehen – und mit ihnen auch das Gold. Erst viele Jahre später ist diesem Ort dann doch wieder etwas entsprungen, was zumindest die Gesichter der Menschen in der Weihnachtszeit strahlen lässt. Denn der Überlieferung nach hat Michael Praetorius hier auf der Burg das Weihnachtslied „Es ist ein Ros entsprungen“ gedichtet und vertont. Und am Weihnachtsabend im Jahr 1595 soll es dann erstmals, allerdings in der Burgkapelle der Stromburg, erklungen sein.
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