Der deutsche Michel
Wenn jemand vom Deutschen Michel spricht, denkt er meistens sogleich an den gutmütigen, unbeholfenen, einfachen Menschen mit Zipfelmütze und Kniehose, wie er oft in Karikaturen dargestellt wird. Diese Figur gibt es spätestens seit Heinrich Heines Spottgedicht „Michel nach dem März“.
Der wahre deutsche Michel, Hans Michael Elias Ritter von Obentraut hat mit dieser Figur außer dem Namen jedoch nichts gemeinsam. Er wurde 1574 als Sohn eines kaiserlichen Rates, der als pfälzischer Oberamtmann auf der Stromburg residierte, geboren. So verbrachte er auch einen Teil seiner Jugend auf der Stromburg.
Mit einer Kugel des „Kaiserlichen“ Tillys in der Brust, verstarb Hans Michael Obentraut am 25. Oktober oder am 4. November 1625, der Tag steht nicht genau fest, auf dem Schlachtfeld von Seelze bei Hannover. Noch heute sind sein Schwert, Sporen, Helm und Schild in der Johanneskirche zu Hannover zu sehen.
Hans Michael Elias von Obentraut trug zum Ruf der Deutschen als heimat-tapfere und unerschrockene Männer bei. Es war im siebten Jahr des Dreißigjährigen Krieges, der Deutschland zu einem einzigen Kriegsschauplatz gemacht hatte, auf dem sich die Völker Europas gegenseitig niedermetzelten, als er damals Einundfünfzigjährig auf dem Schlachtfeld starb. Längst war er ein militärisch berühmter Mann geworden, zuletzt im Dienst des Dänenkönigs als Generalleutnant der Kavallerie und eine der legendärsten Soldaten-Persönlichkeiten jener Zeit. Seine militärichen Taten und Bravourstücke brachten ihm beim Freund, in Anspielung auf seinen Vornamen, den auch beim Feind anerkennenden und gefürchteten Ruf des „Deutschen Michel“ ein, der seitdem erhalten blieb, wenn auch oft mit falschen Attributen behaftet. | | Im nördlichen Teil des Landkreises Bad Kreuznach, in der reizvollen Landschaft zwischen Nahe und Rhein, liegt das Gebiet der Verbands- gemeinde Stromberg. Mit ihren zehn Gemeinden Daxweiler, Dörrebach, Eckenroth, Roth, Schöneberg, Schweppenhausen, Seibersbach, Waldlaubersheim, Warmsroth und der Stadt Stromberg bietet die Verbandsgemeinde Stromberg mehr als Wein, Wald und Wandern. Denn nicht nur der "Deutsche Michel" wusste vor rund 400 Jahren schon, wie angenehm es sich im Stromberger Raum leben und wohnen lässt. Neben attraktiven Sportangeboten (Golf, Tennis, Reiten, Ballonfahrten, Jogging-Parcours, Angeln, Freibäder und anspruchsvollen Rad- und Wanderwegen) tauchen die Besucher ein in die deutsche Geschichte und Sagenwelt.
In schmucken Winzerorten wächst an den Südhängen ein herzhafter Wein für Genießer heran. Auf dem Weinlehrpfad erwandern Sie die Vielfalt der Rebsorten. Auch für das kulinarische Angebot, vom 2-Sterne-Restaurant bis zum liebevoll geführten Dorfgasthof, bietet die Verbandsgemeinde Stromberg für jeden Geschmack das Richtige. Wellness, Fitness, Relaxen im ProVital-Naturheilzentrum, Sport, Planwagenfahrten, Grillabende, Weinproben, Tagesausflüge und Kultur erwarten den Besucher, der die Verbandsgemeinde Stromberg verkehrsgünstig mit PKW über die A 61, aber auch mit der Regio-Linie per Bus erreicht.
Ruhe und Erholung kann der Tourist in der Verbandsgemeinde Stromberg in ausreichendem Maß tanken, die mit fast 60% ihrer Gesamtfläche bewaldet ist und beste Möglichkeiten bietet, auf ausgebauten Wanderwegen die schöne Landschaft zu erkunden. | |