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Im hohen Westerwald liegt Westerburg, eingebettet in eine mystische Landschaft, umgeben von Wäldern und Bergen und überragt von einem prächtigen Schloss. Dort lebte einst der gottlose Ritter Peter, und hatte er zuvor schon wild gelebt, so trieb er es nach dem Tod seiner Frau nun noch schlimmer. Schon bald genügte ihm sein Reichtum nicht mehr, und so verschrieb er seine Seele dem Teufel. Zudem musste er diesem schwören, seine ganzen Schätze an einem geheimen Ort einzumauern, damit man damit nach seinem Tod nichts Gutes tun konnte. Der Teufel verpflichtete sich im Gegenzug, dem Ritter jeden seiner Wünsche zu erfüllen. Als Ritter Peter eines Tages spürte, dass er bald sterben würde, ließ er seinen Sohn, der im Kloster aufgewachsen war, zu sich kommen: „Nach meinem Tode wirst du das Schloss kahl und leer finden. Suche jedoch unter dem siebenten Hund. . . “ Weiter kam er nicht, denn der Teufel schnürte ihm die Kehle zu, packte seine Seele und fuhr mit ihr in die Hölle. Sein Sohn begab sich in die untere Halle des Schlosses, in der Säulen standen, die oben Hundeköpfe trugen. Allerdings gab es nur fünf Säulen, und der Sohn untersuchte jede von ihnen. Er konnte aber nichts entdecken, und da er nicht nach Reichtum strebte, sondern zu einem gottesfürchtigen Leben neigte, stellte er seine Suche schließlich ein. Die Seele des Ritters Peter aber soll noch lange als Gespenst im Schloss erschienen sein – und immer dann, so erzählt man sich bis heute, sei kurz darauf auf mysteriöse Weise ein Mitglied der gräflichen Familie verstorben.
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